Der erste Tiny-House-Bau-Tag!!! :D

Es ist soweit!!! Gestern Morgen ist der Anhänger endlich zu meinem Bauplatz geliefert worden, und meine drei Helfer_innen und ich haben den ganzen Tag lang gearbeitet und die ersten Schritte im Bauprozess hinter uns gebracht. Es war ein supertoller Tag und ich bin glücklich, jetzt endlich beginnen zu können. :-)


Mein Fundament!!!
Mein Fundament!!!

Die Lieferung

 

Der lang herbeigesehnte Anhänger wurde gestern Morgen um 10 Uhr zum Bauplatz geliefert. Ein Freund stand mir während der letzten nervösen Warteminuten (was, wenn jetzt noch ein Komet auf den Anhänger fällt?!?) zur Seite und war auch anwesend, als ich den Anhänger abgenommen habe. Wir hatten uns gefragt, ob so ein Tiny-House-Anhänger eigentlich eher gross oder klein aussieht, wenn man ihn dann einmal vor sich sieht? Mir ist er auf jeden Fall schon auf dem Parkplatz ziemlich gross vorgekommen; dass er genug Platz zum Wohnen bietet, hat sich aber vor allem im Innern der Scheune gezeigt, wo ich bauen kann. Da kam einem die Scheune auf einmal ziemlich eng vor.:P

 

Aber alles von vorn: Den Liefertermin hatte ich letzten Freitag bekommen, aber bis zuletzt daran gezweifelt, ob alles klappen würde. Umso aufgeregter war ich, als ich gestern aus der Scheune trat und tatsächlich auf dem Parkplatz mein nagelneuer Anhänger stand! Geliefert wurde er allerdings nicht von Herrn Stüssi selber, wie ich erwartet hatte, sondern von Herrn Stüssi Senior (der vermutlich Herr Stüssis Vater o.ä. ist). Die Freude über den Anhänger konnte ich noch nicht voll auskosten, denn zunächst ging es darum, den Anhänger genau zu inspizieren - ob alles Besprochene mitgeliefert wurde, ob alle Masse stimmen und ob ich mit allem zufrieden bin.

 

Ich habe also zusammen mit Herrn Stüssi (fast) alles sorgfältig nachgemessen, die Bohrlöcher nachgezählt, die Schweissnähte begutachtet und so weiter und so fort. Heraus kam: Die Masse stimmen alle, die Höhe stimmt, das höhenverstellbare Stützrad ist dran; der Boden des Anhängers war geschlossen durch verzinkte Bleche, und Licht und Bremsen waren installiert. So weit so gut. Allerdings, und leider kann ich da nicht darum herumdrucksen, waren auch ein paar Punkte nicht zufriedenstellend und auch nicht so wie geplant. So fehlten die 4 Teleskopkurbelstützen, die laut Auftrag an jeder Ecke des Anhängers sein sollten, sodass man ihn während des Bauens abstützen kann. Dafür bekam ich 8 mobile Stützen, die eigentlich das Gleiche machen; als ich auf den Fehler hinwies, wurde mir gesagt, dass das später gemacht würde - obwohl das im Auftrag nicht so stand. Also liess ich mir dies schriftlich signieren, dass dies nachträglich noch gemacht werden würde (sehr wichtig, alles schriftlich zu machen!!). Ebenso fehlte das Kastenschloss, um die Kugelkupplung abzuschliessen. Das ist wichtig, damit das Tiny House später nicht einfach geklaut und abtransportiert werden kann. Ich kann mich glasklar daran erinnern, dass mir Herr Stüssi im Sommer auf meine Frage hin zugesichert hatte, dass das Schloss bereits "standardmässig" dabei sei. So steht es auch auf meinen Notizen aus einem meiner Besprechungen mit Stüssi. Jedenfalls, wenn das dir jemand so sagt, dann lässt du dir das natürlich nicht schriftlich extra aufschreiben. Also hatte ich nirgends eine schriftliche Garantie auf ein Schloss, und Herr Stüssi Senior wollte mir nicht glauben und mir das Schloss extra verrechnen (!!), später unterschrieb er es mir aber gnädigerweise, dass ich in Zukunft ein Schloss inbegriffen bekommen sollte.

 

Ausserdem hatten sie am Anhänger die Stelle, wo später der kleine Vorplatz vor der Haustüre hinkommt, ebenfalls mit einem Zinkblech verschlossen, obwohl ich ausdrücklich gesagt hatte, dass dort ein Loch bleiben sollte. Wir konnten dieses Blech später entfernen, aber auch nur, weil der Leim drunter noch nicht eingetrocknet war. Ebenfalls hatten sie komplett vergessen, meiner Bitte nachzukommen, an derselben Stelle seitlich zwei Bleche zu befestigen, welche die Dämmung vom Rausrutschen schützen würde [sorry, ich weiss nicht, ob das Sinn macht ohne Skizzen, aber lassen wir's mal so stehen...]. Ich sehe Herrn Stüssi vor mir, als wäre es gestern gewesen, wie er mir gesagt hat, das sei "überhaupt kein Problem" und sie würden das noch machen. Die letzten zwei Punkte waren nicht nur mündlich besprochen worden, diese hatte ich sogar in Form von Dokumenten an Herrn Stüssi gesendet und sind offenbar 'unter den Tisch gefallen'. Ärgerlich, wirklich!! Man kann alles fixen, aber es kostet Zeit und schliesslich habe ich mir ja viel Zeit genommen, den Anhänger zu planen und all das zu besprechen.-.-

 

Das Allerwichtigste jedoch waren die 'Winkeleisen' an allen Seiten des Anhängers. Diese 8cm breiten 'Winkeleisen' hätten seitlich an den Anhänger geschweisst werden sollen und auf ihnen stehen die ganzen Wände. Das heisst: Die müssen viel Gewicht halten (mind. 1.5 Tonnen). Als ich nun gestern diese angeblichen Winkeleisen begutachtet habe, musste ich feststellen, dass diese ziemlich dünn sind. Ich bin schon ein bisschen erschrocken, ehrlichgesagt. Ich hatte gehofft, diese würden sehr stabil und stark aussehen, aber das taten sie nicht. Der Witz ist, dass diese keine eigentlichen Winkeleisen sind, sondern die Seitenbleche des Anhängers, die einfach 'runtergebogen' wurden, sodass sie nun aussehen wie Winkeleisen oder L-Profile. Das sieht man daran, dass die 'Winkeleisen' leicht gewellt sind und nicht ganz gerade verarbeitet.

Zum Test bin ich mit meinem Kollegen gleich mal aufs Winkeleisen gestanden; das wippt und biegt sich also schon ein bisschen, wenn man blöd draufsteht. Hach. Mein Herz hat geflattert. Denn die MÜSSEN einfach halten!! (Später haben wir mit den Wagenbauern vor Ort darüber gesprochen, das sollte also kein Problem sein wegen dem Gewicht, aber ja...)

Das hat mich natürlich auch sehr ... erstaunt, sagen wir mal, dass da jetzt keine Winkeleisen waren. Weshalb das keine richtigen, verstärkten Winkeleisen geworden sind, weiss ich noch nicht. Das ausführliche Telefonat mit Herrn Stüssi Junior steht noch aus... Es ist aber klar, dass wir bei allen Besprechungen immer von einem Winkeleisen gesprochen hatten. Das habe ich auch schriftlich so eingegeben. So haben sie den Anhänger 'falsch' geplant (in abgespeckter Version mit runtergebogenem Blech) und mein Fehler war es, diesen Fehler in den Plänen nicht zu entdecken. Ich habs mir soeben nochmals angeschaut; ich sehe jetzt, dass da kein separates Winkeleisen eingezeichnet ist, dies aber für einen Laien schwer zu erkennen ist...

 

Und um die Analyse komplett zu beschreiben: So habe ich im Chassisboden drin, der extra und ausdrücklich luft- und wasserdicht verschlossen sein sollte (wieso sonst hätte ich alles mit verzinkten Blechen abschliessen lassen), 12 ziemlich random Löcher gefunden, die offensichtlich nach dem Einkleben der verzinkten Bleche einfach durch den Anhänger gebohrt wurden. Und zwar ziemlich grosse Löcher!! Als wir später mit Bauen angefangen haben, mussten wir die zuerst mal wieder schliessen; und weil ich nicht sicher war, ob diese ungeplanten Löcher einen tieferen Sinn hatten, rief ich Stüssi Junior an. Die Löcher? Nein, die brauche er nicht, die seien aufgrund von falschen Plänen gebohrt worden. Im Nachhinein rege ich mich tierisch darüber auf, dass ich mich in dem Moment am Telefon nicht klarer aufgeregt habe. Entschuldigung, wer kommt denn bitte auf die Idee, erstens falsche Pläne zu benutzen und dann zweitens, einen wasserdichten Anhänger mit 12 völlig sinnlosen Löchern zu malträtieren?!? Also, wenn das kein übler Produktionsfehler ist. Und es gab für dieses Missgeschick nicht einmal eine ordentliche Entschuldigung.

 

Schlussendlich kam ich mit Herrn Stüssi Senior auf den Preis zu sprechen, den ich nicht zu 100% angemessen finde, wenn sich eine solche Verspätung ergibt (und ich 12 ungeplante Löcher in meinem Anhänger finde). Daraufhin kams zum Telefonat zwischen Senior und Junior, und mir wurde das Schloss geschenkt sowie gesagt, Junior schaue mit den Lieferanten, was er preislich machen könne. Und das war's!

 

So, hier ein paar Tipps für zukünftige Tiny-House-BauerInnen, damit bei euch alles rund läuft:

  • Das Wichtigste: Lasst euch ALLES, aber wirklich ALLES schriftlich geben/schicken.
    • Auch das, was 'standardmässig' enhalten ist.
    • Hakt nach und nervt, wenn euer Anhängerlieferant euch das nicht schriftlich schickt, was er euch versprochen hat, euch schriftlich zu schicken (alles schon passiert bei mir, nur hab ich leider nicht nachgehakt).
    • Wenn euch der Anhängerlieferant nichts schriftlich geben will, sucht euch einen anderen Lieferanten.
    • Wenn der Anhängerlieferant wie bei mir ständig vergisst, euch das schriftlich zu geben, was ihr schriftlich braucht, dann schreibt's selber auf und schickt dem Lieferanten eure Notizen. So stellt ihr sicher, dass er rein theoretisch alles schriftlich auf seinem Server hat, was ihr besprochen habt; so habt ihr etwas, um auch darauf zu beziehen, sollte etwas schief laufen oder fehlen.
  • Schickt dem Lieferanten klare Skizzen mit Beschriftungen. Darauf könnt ihr euch später beziehen, wenn etwas schief läuft oder etwas fehlt.
  • Seid von Anfang an nicht zu freundlich. Sonst kann es passieren, dass ihr nicht ernst genommen werdet.
  • Informiert euch und macht einen professionellen Eindruck, indem ihr mit Fachausdrücken um euch werft.
  • Stellt sicher, dass auf eurem Auftrag ALLES drauf steht, was ihr braucht.
    • Auch das, was 'standardmässig' enthalten ist.
  • Lest die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die können euch das Leben erleichtern (oder erschweren).
  • Bestellt euren Anhänger genug früh, denn er kann sich verspäten...
  • Wenn ihr die Chassis-Pläne nicht versteht, fragt nach.
  • Nehmt euch Zeit für die Anhänger-Abnahme.
  • Werdet Freunde mit euren Telefonen und scheut euch nicht, wenn nötig jeden zweiten Tag anzurufen.
  • Verlangt wöchentlich Auskunft über den Stand des Anhängerbaus.
    • Sonst könntet ihr wie ich nach 6 Wochen Laufzeit herausfinden, dass noch kein Biep gebaut wurde, sondern euer Anhänger noch immer in der Planungsphase steckt.

Die Freude! Und der Baubeginn

 

Erst nach der Abnahme und der Verabschiedung von Herrn Stüssi Senior konnte ich mich richtig freuen! Der Anhänger war endlich da und der Bau konnte beginnen!! :D Zuerst wurde der Anhänger (vor Hand) in die Scheune geschoben und abgestellt. Als nächstes nahmen wir uns Zeit, meine Werkzeuge und Materialien vom provisorischen Lagerplatz in der anderen Scheune rüber in mein Hexenhäuschen zu transportieren. Auch war glücklicherweise mein Holz für die Wände schon ready, sodass wir das ebenfalls ins Hexenhäuschen hochtrugen und schön geordnet aufstapelten. Dann war bereits Mittag und wir gönnten uns ein Glas Sekt zur Feier des Tages! :D

 

Am Nachmittag ging's endlich los: Zunächst mussten wir den Anhänger etwas von Staub und Dreck befreien, sowie die 12 Löcher, die fälschlicherweise gebohrt wurden, wieder zuschliessen. Das war gar nicht so einfach, denn die Löcher waren so gross, dass man seinen Daumen durchstecken konnte. Silikon u.ä. hält also nicht einfach so. Schlussendlich entschieden wir uns dafür, die Löcher von unten mit Klebeband zu verschliessen und das Silikon obendrauf zu pappen - in der Hoffnung, dass dieser in vernünftiger Weise trocknet und die Löcher nachhaltig verschliesst. Anschliessend überprüften wir den Anhänger auf weitere (kleine) Löcher, und fanden noch drei, die wir mit Silikon verschlossen.

 

Als dieser Schritt gemacht war, kümmerte ich mich mit meiner Kollegin um die Schaumstoff-Randstreifen, die ich überall auf den Anhänger kleben wollte, wo Stahl sonst in direkten Kontakt mit dem OSB-Boden kommen würde. Dies wollte ich vermeiden, denn der Stahl transportiert kalte Luft kinderleicht direkt ans warme OSB (obendran befindet sich der warme Raum), und wenn sich dort irgendwie Feuchtigkeit befindet, kondesiert diese zwischen Stahl und OSB und es kann sich Schimmel bilden (etwas Vergleichbares ist hier passiert). Mit dem Randstreifen dazwischen wird ein minimaler Abstand zwischen OSB und Stahl kreiert, der den Kälte-Wärme-Übergang etwas abschwächt und Feuchtigkeit eher abtransportiert. Ausserdem verhindert er vielleicht, dass man auf dem späteren Fussboden die kalten Stahlträger durch den Boden spürt. ;-)

Diese Randstreifen mussten wir passgenau zuschneiden und auf die Stahlstreben des Anhängers aufkleben. Wir sind noch nicht ganz fertig geworden.

 

Währenddessen kümmerte sich mein Freund und mein Kollege um die fälschlicherweise eingesetzte Zinkplatte beim Vorplatz, wo eigentlich ein Loch hätte sein sollen. Dafür mussten die Nieten, mit denen das Blech befestigt wurde, mit einem passenden Metallbohrer 'rausgebohrt' werden; so lange drauf bohren, bis die Nieten unten rausspickten... Das Dumme war, dass all diese Bleche ja angeklebt waren und sich das Blech daher nicht einfach rausheben liess. Mit einem Spachtel konnte man diesem Problem aber zu Leibe rücken, und zum Glück (?) waren die Bleche offenbar erst vor Kurzem eingeklebt worden, denn der Leim war noch nicht eingetrocknet. So war die Platte dann bald raus!

 

Anschliessend starteten meine Kollegin und mein Kollege mit der Glaswolle-Dämmung. Diese liess sich ganz einfach mit einer Haushaltsschere auseinander schneiden. Auf mein Geheiss mussten meine Freunde dabei sehr uncoole Atemmasken tragen (:P), aber das hat sich gelohnt - denn am Abend waren ihre Ärmel glänzend vor Glasfasern, und die sind echt nicht cool und können Atemwege, Haut und Augen reizen. Ich habe mehr Respekt vor den Glasfasern gehabt, als im Vorfeld gedacht... Es ging mir gar nicht mehr aus dem Kopf, dass die nicht gesund sind. Und deshalb werde ich für die Wände wohl doch nicht Glaswolle nehmen, sondern etwas, das man notfalls im T-Shirt verlegen kann. Das Verlegen der Glaswolle ging ansonsten aber sehr gut, sie liess sich passgenau zuschneiden und überall reinstopfen. :-)

Bis jetzt haben wir die erste Schicht fertig; wir hoffen, dass der Silikon darunter trotzdem trocknen kann. Ob das gut gegangen ist, werde ich morgen überprüfen. Die zweite Schicht Dämmung kommt dann morgen drauf.

 

Inwischen musste ich mich einer blöden, aber wichtigen Aufgabe widmen, nämlich alle Masse nochmals überprüfen und genau in mein 3D-Modell übertragen. Das ist wichtig, weil ich später evtl. etwas in den Boden schrauben oder bohren muss und daher wissen sollte, wo die Stahlträger genau sind, die man zu dem Zeitpunkt nicht mehr sieht. Und da wir den Boden jetzt bald zumachen werden, war der Zeitpunkt dafür günstig.

 

Das Letzte, was wir gestern noch gemacht haben, war, uns eine Lösung für das seitliche Abschliessen des Vorplatz-Lochs zu überlegen. Dort, wo Stüssi mir versprochen hatte, noch zwei Bleche hinzumachen, diese aber vergessen wurden. Mein Freund und ich haben jetzt eine Idee und ich werde diese bei Gelegenheit versuchen umzusetzen.

 

Zum Schluss deckten wir den Anhänger mit OSB-Platten zu, damit sich keine Katze in die gemütlich wirkenden Glasfasern legt, räumten auf (es ist noch ein cheibe Chaos im Moment) und dann fuhren wir heim nach Zürich. Es war so ein toller erster Bautag und ich bin überglücklich, musste ich ihn nicht allein bestreiten! :-D

Was für mich nun noch ansteht, ist eine Rückmeldung an Herrn Stüssi Junior und die definitive Preisverhandlung. Mach ich definitiv weniger gern als Tiny-House-Basteln...! Und morgen geh ich zurück zum Bauplatz und bastle weiter.

 

Auf eine erfolgreiche Bauzeit!! :D

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Kommentare: 9
  • #1

    Yasar (Samstag, 26 November 2016 22:40)

    Hab heut das erste mal seit 5 Monaten zufällig deine Seite wieder angeklickt.
    Geht ja recht gut voran :)
    Ich würd dir raten im ersten Stock gegen über vom Bett noch so was ähnliches hin zu bauen, falls du Nachwuchs oder Besuch bekommst :P
    So will ich das mal machen.
    Ansonsten viel Erfolg! :)

  • #2

    Christian (Sonntag, 04 Februar 2018 16:20)

    Du Fiona, mal ne Frage... Für welches Gewicht hast Du den Anhänger ausgelegt? Mit welchem Führerausweis gedenkst Du das zu fahren? Ich bin so am rechnen und rechnen und komme auf ein ziemliches Gewicht von nem Tiny House in unseren Massen (5x2.5m - 6x2.5m).

    Viele Grüsse, würde mich über ein Update Deines Blogs freuen

    Christian

  • #3

    Fiona (Mittwoch, 21 Februar 2018 14:38)

    Hallo Christian :-)

    Danke für deinen Kommentar und deine Fragen.

    Der Anhänger ist auf eine Nutzlast von 2750kg ausgerichtet. Der Anhänger selbst wiegt 750kg. Das Gesamtpaket darf beim Fahren nicht mehr als 3500kg wiegen. Beim Stehen hält der Anhänger mehr Gewicht aus.

    Mit dem passenden Fahrausweis hab ich mich noch nicht auseinandergesetzt. Ich glaube, man braucht heute eine Prüfung, damit man Anhänger fahren darf. Ich hab nur den normalen Fahrausweis und müsste daher jemanden fragen, um mir das TH zu transportieren.

    Wegen des Gewichts: Ja, es wird knapp, das Tiny House unter 3500kg zu behalten. Ich habe im Vorfeld des Baus nur ein paar rudimentäre Berechnungen angestellt und gesehen, dass es einigermassen gehen sollte. Vielleicht hab ich mich aber auch verrechnet und dann ist es halt so. Schlussendlich habe ich nicht vor, tagelang mit dem TH durch die Gegend zu fahren, sondern möchte es einmal umziehen und dann länger stehen lassen. Sollte das TH etwas zu schwer sein, muss ich dann halt eine Lösung für diesen Transporttag finden. :-) Ich bin optimistisch!
    -->Wenn ich das Tiny House mal gewogen habe, werde ich auf dem Blog davon berichten.

    Eine Rückfrage: Auf welches Gewicht bist du mit deinen Berechnungen gekommen und was ist in der Berechnung enthalten?

    Liebe Grüsse,
    Fiona

  • #4

    Christian (Donnerstag, 22 Februar 2018 15:27)

    Sali Fiona :-)

    Schön von Dir zu lesen!

    OK, ich werde den Anhänger auf 6-10Tonnen auslegen -> jap, ist ein bisschen mehr :P

    Führerscheintechnisch ist es so, wenn Du "nur" Kategorie B hast, darfst Du ungebremste Anhänger ziehen, solange das Gesamtgewicht des Zuges (also inkl. Zugfahrzeug) unter 3.5Tonnen bleibt (+ noch einige Dinge eingehalten werden, z.B. Anhänger darf nicht schwerer als das Zugfahrzeug sein etc.). Wenns über 3.5Tonnen Gesamtgewicht geht (also z.B. Dein Anhänger 2.5 Tonnen ist, Dein Zugfahrzeug 1.2Tonnen), dann benötigst Du Kategorie BE. Die habe ich. Damit darf dann das Tiny House auch etwas mehr wiegen :)

    http://formular.tg.ch/dokumente/temp/BDDCE8F2-D903-C9E0-41E0A82CDFE47743/112%20Anhaenger%20mitfuehren%20-%20Berechtigungen%20B%20und%20BE.pdf?CFID=5140370&CFTOKEN=87106765

    So, zum Gewicht:

    Ich habe mal grob mit 1 Tonne Anhänger gerechnet (da er etwas mehr laden können soll), plus dann halt den Grobaufbau "kalkuliert": Ich habe die Gewichte von verschiedenen Materialien geprüft, also z.B. eine OSB3 Platte in 15mm ist ca. 10kg/m2, Fichte ist ja 400-500kg/m3 -> umrechnen auf die Träger, dann die Fenster (welche Du ja mit einigem Gewicht angiebst -> so kenn ichs auch vom Hausbau -> hab ich schon hinter mir :P), also grob:

    (2.4x6x4m)

    Boden: (30mm OSB3) 380kg OSB3, 20kg Isolation
    Wände: (15mm OSB3) ca. 600kg OSB3, Ständerwerk separat (vielleicht 200?), Isolation separat
    Dach: ??? -> sicher mindestens 500kg
    Fenster: 150 - 200kg
    Ofen, Rohre, Leitungen: 150 - 200kg
    Aussenfassade: 200 - 1000kg (je nach Material)

    Damit komme ich alleine auf ca. 2 Tonnen, dazu den Anhänger, den Innenausbau, Küche, WC, Dusche, Bett, Fernseher oder so, Gasflaschen oder Solarpanels, Wassertank, Grauwassertank, Batterien (Scheiss schwer :P) -> ich würde mich wundern wenn mein Tiny House unter 5 Tonnen bleiben würde...

    Mein Ziel: Ich will zum Snowboarden durch Europa kurven können mit dem Haus dabei. Das soll also noch gut fahrbar sein (viel Spass beim finden eines Zugfahrzeuges das über 3.5Tonnen ziehen kann -> Notiz an mich selbst)

    Liebe Gruess,
    Christian

  • #5

    Fiona (Freitag, 23 Februar 2018 10:51)

    Hoi Christian :-)

    Vielen Dank für deine Antwort und für die Berechnungen! Denke, das könnte nützlich sein für alle! Habe deine Antwort gleich im Tiny-House-Wissen (>Gewicht) verlinkt.
    Merci auch für die interessanten Infos zum Fahrausweis.

    Wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg bei deinem Projekt und halt mich doch auf dem Laufenden! :-)

    Liebe Grüsse,
    Fiona

  • #6

    Andrzej (Freitag, 30 März 2018 12:13)

    Hallo Fiona
    Wunderbares Projekt. Und erfreulich zu lesen, wie du dabei vorgehst ;-). Bist du über Ostern mal am bauen?

    An Christian
    das mit über 3,5 t würde ich mir sehr gut überlegen. Einerseits das Zugfahrzeug (Dogde Ram kann mit Spezial-Anhägerkupplung bis 8t ziehen "normale SUV nur bis max 3,5t).
    Das Hauptproblem liegt aber im Anhäger selbst. Über 3,5t braucht der Spezialbremsen etc. das heisst ca CHF 10'000 extra Kosten (so wie ich von vielen Seiten gehört habe). Ich setze mich selbst gerade intensiv mit dem Thema auseinander.

    Liebe Grüsse
    Andrzej

  • #7

    Fiona (Freitag, 30 März 2018 12:53)

    Hallo Andrzej :-)

    Danke! Ja, bin ich, am Sa 31.3. und Mo 2.4. (habe aber bereits genug Helfer/innen) und die ganze Woche danach fast jeden Tag (falls du dann mal bauen helfen möchtest). Am Sa 31.3. um 11 Uhr mach ich eine kleine Tiny-House-Führung, falls du dazustossen möchtest. Schreib mir gerne eine Nachricht für mehr Infos. :)

    Liebe Grüsse,
    Fiona

  • #8

    Steve (Sonntag, 29 April 2018 02:09)

    Hello!
    Apologies but I cannot type in German, but I was wandering if you could answer a few questions for me, as I am about to order a Tiny House trailer!!
    1)What is the floor length (not including the A frame, so JUST the floor you will build on?) and also the floor width of the trailer?
    2)How high off the ground is the top of the floor of the trailer (before you build on it!)
    3)What company built your tailer?
    4)How much did it cost?
    budesurf@hotmail.com
    Many Thanks for this! I need to discover before I order with a different company! Steve

  • #9

    Fiona (Sonntag, 29 April 2018)

    Hi Steve:)
    Thanks for your message. Please note that you would actually find all info at Tiny-House-Wissen > Anhänger.
    1) Length 6m, width 2.40m
    2) ca. 50cm when nothing's built on top of it, 45cm with full weight
    3) Stüssi Anhänger
    4) 5400 CHF
    Hope I could help you out and all the best to your project,
    Fiona