Der richtige Ofen: Schwierige Entscheidung

 

Der Hausbau ist gerade in Winterpause, daher bin ich hauptsächlich am Arbeiten und am Recherchieren. Im Moment geht's gerade um den passenden Holzofen. Die Entscheidung fällt schwer!

Wer mir bei der Entscheidung helfen kann, bitte melden ;-)


Hamlet Hardy 4
Hamlet Hardy 4

In den letzten Wochen habe ich Stunden und Tage in die Suche nach dem passenden Holzöfeli fürs Tiny House gesteckt. Wahnsinnig, was man da an Zeit investieren kann, ohne dass man zu einer Entscheidung kommt! ;-) Aber man muss sich ohnehin daran gewöhnen: Man verbringt als Laien-Tiny-House-Bauerin hunderte Stunden im Internet, und den Erfolg der Recherche sieht man erst viel später und zu dem Zeitpunkt meist nur noch unbewusst…

Was für Kriterien sind denn überhaupt wichtig für so einen Tiny-House-Ofen?

 

In absteigender Reihenfolge nach Bedeutung geordnet (meine persönliche Meinung):

 

1. Leistung + Wirkunsgrad

 

Die Leistung der Öfen wird in KW (Kilowatt) angegeben und reicht von 2 KW (das ist wirklich ultraklein) bis zu über 15 KW (für solche Riesenspeicheröfen). Die benötigte Leistung hängt von vielen Faktoren ab: Zuallererst von der zu heizenden Fläche oder dem zu heizenden Raum, dann davon, wie gut der Raum isoliert ist oder wie viele Fenster er hat, bis davon, wie gut man den Ofen beim Heizen mit Holz vollpackt oder wie feucht das Feuerholz noch ist. Es ist also nicht ganz einfach, so was festzulegen.

 

Grundsätzlich sollte man lieber einen kleineren als einen grösseren Ofen nehmen: Der kleinere funktioniert vollumfänglich, wenn man ihn mit Holz vollpackt, und gibt dann schön warm; der grössere heizt allenfalls zu sehr ein, wenn man ihn voll beladet, und zieht nicht mehr richtig, wenn man weniger Holz reinlegt, um Saunatemperaturen zu vermeiden.

 

Für Zirkuswägen und Tiny Houses wird eine Leistung zwischen 2 und 4 KW empfohlen (http://www.holzlabor.org/index.php/wagenbau, http://www.bauwagen-on-tour.de/ausbau/energie/ofen/).

 

Wichtig ist nebst der Leistung aber auch der Wirkungsgrad des Ofens. Dabei geht's darum, wie gut das Feuerholz wirklich in Wärme umgesetzt wird. Es gibt Öfen mit einer hohen KW-Zahl, die aber schlecht 'funktionieren' und das zeigt sich dann im tieferen Wirkungsgrad. Das einzige Problem: Der Wirkungsgrad ist ganz oft nicht angegeben…!

 

 

2. Grösse + Mindestabstände

 

Ein Ofen für ein Tiny House sollte logischerweise in Relation zur Grösse des Hauses sein, also möglichst: winzig. Je grösser der Ofen, desto schwerer, leistungsstärker und heisser. Ausserdem passt ein grosser Ofen ja auch nirgends rein in so einem Wagen. Mit der Grösse des Ofens steigt oft auch der Abstand zu brennbaren Materialien, den man beim Einbau des Ofens beachten muss. Und wenn die Mindestabstände zu gross sind, kann man den Ofen kaum mehr im Wagen platzieren, weil er dann der Einrichtung in die Quere kommt.

 

Bei Speicheröfen (solche mit coolem Steinmantel rundherum, ultraschwere Dinger) ist das allerdings nicht der Fall: Die haben i.d.R. kleine Mindestabstände, weil sie wegen des Speichermantels an der Oberfläche nicht heiss werden und daher keine Gefahr für die Umgebung sind.

Die kleinen Öfen, die geeignet sind für Bauwagen (eben weil sie keinen schweren Steinmantel haben), sind aber oft aus Gusseisen oder Stahl und werden sehr heiss an der Oberfläche.

 

Noch ein Wort zu den Mindestabständen: Die Mindestabstände kann man grosszügig (ca. um die Hälfte) verkleinern, wenn man um den Ofen herum 'Strahlungsplatten' aus Stahl anbringt, die hinterlüftet sind. D.h. zum Beispiel: Die Stahlplatte ist nicht einfach an die Wand hinter dem Ofen geschraubt, sondern befindet sich 2 cm vor der Wand. Der Abstand hinter der Platte führt dazu, dass die Ofenhitze die Platte aufheizt, die heisse Luft dahinter aber raus kann und sich die Holzwand des Tiny House trotz der Nähe zum Ofen kaum aufheizt.

 

 

3. Gewicht

 

Mit der Grösse hängt logischerweise auch das Gewicht zusammen. Je kleiner, desto leichter. Da das Gewicht beim Wagenbau eine grosse Rolle spielt, ist es sonnenklar, dass der Ofen möglichst leicht sein sollte. So beeinflusst er auch die Gewichtsverteilung über den Wagen weniger, egal wo er steht.

 

Wie gesagt sind Öfen aus Stahl am leichtesten, gusseiserne Öfen sind bereits etwas schwerer. Am schwersten sind Speicheröfen oder Schwedenöfen mit irgendeiner Ummantelung oder einer Steinplatte obendrauf. Daher sind Letztere auch ungeeignet für unseren Zweck hier.

 

 

4. Hersteller + Lieferweg

 

In der Schweiz habe ich in meiner ganzen Recherche keinen Ofenhersteller gefunden, der Mini-Öfen für Wägen herstellt. In Deutschland sieht es bereits etwas besser aus. Die besten kleinen Öfen werden in England hergestellt, und da gibt's auch eine grössere Auswahl. Nur geht halt die Lieferung aus England länger und der Zoll kommt noch obendrauf. In England bemessen sie ausserdem ihre Rohre und Anschlüsse in Inches, was die Auswahl an passenden Ofenrohren in der Schweiz eventuell erschwert. Einzelne Anbieter gibt's auch noch in den USA oder Kanada, aber die liefern teilweise nicht nach Übersee.

 

Für mich war klar: Wenn's irgendwie geht, dann wird der Ofen in Deutschland gekauft.

 

 

5. Externe Luftzufuhr

 

Eine wichtige Entscheidung punkto Ofen muss man in Bezug auf die externe Luftzufuhr fällen. Hierzu zuerst mal die nötige Theorie:

 

Ein Holzofen braucht für die Verbrennung Sauerstoff, und die nimmt der Ofen in der Regel aus dem Raum, in dem er steht. Das nennt man einen raumluftabhängigen Ofen, denn er ist abhängig von der Raumluft. Steht der Ofen wie üblich in einem etwas grösseren Raum, wo ab und zu mal gelüftet wird, gibt es überhaupt kein Problem, denn dem Ofen steht genug Sauerstoff zur Verfügung. Steht der Ofen aber in einem Mini-Raum wie einem Tiny House oder einem Zirkuswagen, dann hat der Ofen den Sauerstoff im Raum vergleichsweise schneller aufgebraucht. Das kann zu einem ernsthaften Problem werden, denn unter Umständen bleibt dann für uns zu wenig Sauerstoff zum Atmen übrig. Noch schlimmer: Es kann sich eine Art Unterdruck im beheizten Raum bilden, der dazu führt, dass der Ofen die Verbrennungsgase nicht mehr nach draussen leitet, sondern dummerweise in den Raum hinein. Wir wissen ja alle, wie gesund Rauch und Abgase jeglicher Art sind – das kann also gefährlich sein. Noch gefährlicher wird's, wenn man einen Dunstabzug in der Küche hat. Der steht dann in Konkurrenz mit dem Ofen und beide verbrauchen die Luft im Raum, sodass die Situation mit dem Unterdruck noch viel schneller passiert.

 

Wie kann man also verhindern, dass in einem Tiny House so ein sauerstoffarmes Milieu entsteht?!

Einerseits kann man, wen man wenig heizt, ein oder zwei Fenster kippen, sodass ständig neuer Sauerstoff zur Verfügung steht. Andererseits kann man auch stündlich stosslüften, sodass in kurzer Zeit viel neue frische Luft reinkommt. Wenn der Ofen genug leistungsstark ist, ist das auch nicht so schlimm, wenn der dann die neue Luft wieder aufheizen muss. Was ebenfalls hilft, ist eine Dauerlüftung durch einen Ventilator, der die Luft umwälzt und neuen Sauerstoff reinbringt. Laut Holzlabor ist das sowieso höchst empfehlenswert, auch wegen der erhöhten Feuchtigkeit im Wagen. Zudem habe ich in gewissen Wägen schon kreative Lösungen gesehen wie ein einfaches Loch im Boden gleich neben dem Holzofen, das man schliessen konnte, wenn man nicht am Heizen war.

 

Die professionellste Lösung für das Sauerstoffproblem ist aber die externe Luftzufuhr. Das bedeutet, dass der Ofen nebst dem Rauchrohr einen zweiten Anschluss hat und daran ein Rohr, das einzig dazu dient, frische Luft direkt von aussen in den Ofen zu leiten. Dies nennt man dann folgerichtig einen raumluftunabhängigen Ofen. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube, nicht jeder Ofen, der zwei Anschlüsse hat, ist auch für die externe Luftzufuhr ausgelegt. Soweit ich aufgeklärt bin, haben die Öfen mit externer Luftzufuhr einen speziellen Mechanismus, damit die Luft auch wirklich reinzieht. Wer hier mehr weiss, soll uns doch bitte in den Kommentaren unten aufklären. ;-)

 

Diese Lösung stellt sicher, dass der Ofen den Sauerstoff nicht primär aus dem Raum nimmt, sondern von draussen. Daher muss man keine Fenster mehr öffnen und "heizt nicht aus dem Fenster raus". Das Problem: Es gibt nicht viele Öfen mit externer Luftzufuhr, und erst gar nicht kleine Mini-Öfen.

 

Ich bin in diesem Punkt noch sehr unentschlossen, denn ich möchte lieber nicht riskieren zu ersticken, aber wenn Stosslüften oder Fensterkippen auch reicht, möchte ich lieber ein kleines Modell nehmen, das dafür keine externe Luftzufuhr hat.

Wenn irgendjemand hier draussen Erfahrung damit hat: Bitte in die Kommentare schreiben oder mich kontaktieren! :D

 

 

6. Preis

 

Natürlich spielt auch der Preis eine Rolle. Ein altes Second-Hand-Öfeli ist natürlich wieder die preiswerteste Variante, ist mir aber etwas zu heikel. Neue Öfeli gibt's ab ca. 500 Euro.

 

 

7. Design

 

Last but not least: Das Design spielt natürlich schon eine Rolle! Vielleicht ist es einem wichtig, dass der Ofen ein Sichtfenster hat und man in die Flammen schauen kann. Oder dass der Ofen schön schlicht ist. Oder schön verziert. Oder dass er eine Farbe hat. Für mich ist das der unwichtigste Punkt. Hauptsache, der Ofen gibt warm!

 

Noch ein letzter Punkt: Die Leute von Bauwagen On Tour empfehlen, einen Ofen zu nehmen, dessen Wände mit Schamotte ausgekleidet sind. Schamotte ist eine Art feuerfester Stein. In der Ofenwand eingebaut, gibt der Ofen die Wärme gleichmässiger ab als ohne Schamotte.

(Aber Achtung: Der Ofen, den sie auf Bauwagen On Tour verkaufen, ist wiederum NICHT mit Schamotte ausgekleidet... Mehr dazu unten.)

Welcher Ofen für mich?

 

Nun aber back to reality. Was gibt es denn da draussen für Öfeli? Hier mal eine kurze Link-Liste für Interessierte. Das ist alles, was ich so gefunden habe, ich habe mich aber nicht über alle gleich gut informiert. Die beiden obersten sind meine Favoriten. Unten folgt dann eine ausführlichere Tabelle.

 

 

Ofen ohne Namen (Bauwagen on tour)

 

Hamlet Hardy 4 [ehemals Willow] (Toplicht)

 

Hamlet Hardy 4 (Zirkuswagenbau)*

 

Heta Scanline 6A (Heta)

 

Louis Stove (Windy Smithy)

 

Fintan Stove (Avenay)

 

Hobbit Stove (Salamander Stove)

 

CUB (Cubic Mini Stove)

 

Pluto (Globe Fire) (eingebaut im Bauwagen von tiny-house.ch)

 

 

*Diese Wagenbaufirma baut den Hamlet Hardy 4 ein und vertreibt diesen auch über ihre Webseite. Sie nennen den Ofen aber nicht beim Namen und haben mir bei der Nachfrage auch nicht bestätigt, dass dies derselbe Ofen ist wie von Toplicht. Vom Aussehen und der Beschreibung her ist das aber das genau gleiche Produkt. Die Wagenfirma verkauft den Ofen aber für 300 Euro mehr, und liefert ihn nicht mehr. Man muss ihn vor Ort (Süddeutschland) holen. Wer sich also für den Hamlet Hardy 4 interessiert… lieber bei Toplicht bestellen und liefern lassen.

Meine beiden Favoriten im Vergleich

 

Die Infos zu den Öfen habe ich von deren Webseite und aus dem persönlichen Mail- und Telefonkontakt.

 

Ofen ohne Namen

(Bauwagen on Tour)

Hamlet Hardy 4

(Toplicht)

Land

Deutschland (Nord)

Deutschland (Nord)

Lieferung

Möglich

Möglich

Grösse (HxBxT, mm)

550x345x480

465x325x325

Mindestabstand (hinten, Seite, vorne, mm)

[Ohne Strahlungsplatten]

200x400x800

Unklar, kann niemand sagen

Zur Sicherheit: 200x400x800

Leistung

(?-)5 KW

2-4 KW

Wirkunsgrad

80.9 %

Unklar

Gewicht

65 kg

35 kg

Rohranschlüsse

2: Oben und hinten, der hintere ist auch geeignet für die externe Luftzufuhr

2: Oben und hinten

Externe Luftzufuhr

Ja, extra vorgesehen

Ofen hat 2 Rohranschlüsse

-Der vom Zirkuswagenbau hat gesagt, man könne das eine Rohr für eine externe Luftzufuhr brauchen

-Die von Toplicht haben gesagt, der Ofen sei eigentlich nicht dafür ausgelegt

Füsse an Boden anschrauben

Möglich

Unklar

Sieht nicht so aus als ob möglich

Grösse Holzscheit

Ca. 30cm

Ca. 15cm

Schamotte

Nein

Ja

Preis

590 EUR bis Schweizer Grenze

+ Lieferung ab Grenze

599 EUR

+ 40 EUR Zoll & Lieferung

Design

Tür liegt an kürzeren Seite (Ofen ist tiefer als breit)

Schöne Verzierung

Schlichtes Design

Kompakt

Minimale Verzierung

 

Ich bin nun noch sehr untenschieden zwischen diesen zwei Öfen. Vieles spricht für den kleinen Ofen von Toplicht, er ist schlichtweg leichter und kompakter. Es ist auch die Frage, ob das Tiny House nicht zur Sauna wird, wenn mit 5 KW Leistung eingeheizt wird. Der von Toplicht reicht mit seinen maximal 4 KW vermutlich völlig aus, aber ich kann es schlecht einschätzen. Der grosse Pluspunkt des Bauwagen-On-Tour-Ofens ist die vorgesehene externe Luftzufuhr. Aber ist diese wirklich nötig? Kann ich nicht auch gut mit dem Hamlet Hardy 4 leben und dafür öfters mal lüften? Lüften ist ja sowieso gesund...

 

Wer mir hier einen Tipp hat oder über Erfahrung verfügt - bitte meldet euch, ich wäre euch sehr dankbar! :D

 

Bis bald!

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Kommentare: 18
  • #1

    Sandra & Chrigi (Mittwoch, 01 Februar 2017 07:57)

    Hallo Fiona
    meine Freundin und ich verfolgen deinen Blog fleissig. Wir wollte eigentlich letzten Monat das TinyHouse in Auftrag geben (nur Aussenhülle, innen schreinern wir selbst ), jedoch ist unser Partner spurlos verschwunden. Wir planen seit über einem Jahr und hadern noch mit der Frage wie Heizen und Warmwasser aufbereiten.
    Ich würde mich für den Hardy4 entscheiden....:
    Leichter, kW wird sicher ausreichen ( check mal die tube Videos über cubicmini ), Erweiterungsmöglichkeit zum erhitzen von Brauchwasser oder z.B. Fußbodenheizung. Betreffend Frischluftzufuhr würden wir eine Öffnung unterhalb des Ofens anbringen, der hohlt sich dann die Luft schon selber. Befestigung hin oder her, ich behaupte mal das sowohl der 65kg schwere als auch der 35kg schwere Ofen dir bei einer Vollbremsung um die Ohren flieg, deshalb zum Transport demontieren.

  • #2

    Fiona (Donnerstag, 09 Februar 2017 15:31)

    Liebe Sandra und lieber Chrigi
    Herzlichen Dank für euren Kommentar, hat mich sehr gefreut, von euch zu hören! :-) Ich habe natürlich auch gleich eurem Blog einen Besuch abgestattet, wie toll, dass ihr auch ein Tiny-House-Projekt umsetzen möchtet! Ich finde auch euer Design ganz toll und würde mich in Zukunft gerne einmal persönlich mit euch austauschen :-) Nur ungalublich schade, dass euer Baupartner abgesprungen ist :-( Das kann ich überhaupt nicht verstehen... Viel Glück auf jeden Fall für die Suche nach einem neuen Partner!
    Danke euch für die Tipps zum Ofen. Ich neige auch eher zum Hamlet Hardy 4 als zum Bauwagen-On-Tour. Die Cubicmini-Videos schaue ich mir gerne noch an. Ich hab noch den Tipp bekommen, bei der Tiny-House-Raumhöhe einen Deckenventilator anzubringen, damit der die aufsteigende Wärme gut verteilt. Bezüglich der Frischlufzufuhr und Erstickungsgefahr bin ich immer noch ziemlich unsicher.;-) Aber so eine verschliessbare Öffnung irgendwo im Boden wäre wohl wirklich eine funktionierende Lösung... Hm... ich glaub, ich schlaf noch ein paar Mal drüber:-) Und was die Befestigung am Boden angeht, habt ihr wohl Recht, haha!! Hab gedacht, es ist trotzdem erwähnenswert:P
    Alles Gute euch und liebe Grüsse,
    Fiona

  • #3

    Dan Goldschmid (Mittwoch, 01 März 2017 22:34)

    Hallo Fiona,

    Verfolge Deinen Blog unregelmässig, bin aber ein grosser Fan von tiny houses und beschäftige mich teilweise damit ohne aber ein konkretes Projekt zu haben (kommt vielleicht noch). Warum nicht ein Pelletofen einbauen. Heutige Technologie wird angewendet, Fernsteuerung und Reglung mit Thernostat, dadurch kein überheizen der kleinen Bude! Brennwert der Pellets ist sehr gut und kann einfacher gelagert werden als Holz. Habe ich kennen gelernt im Baumhaus in Le Locle, kann man mieten für 1 Nacht!!! Les Nids; Gruss, Dan G.

  • #4

    Fiona (Mittwoch, 22 März 2017 09:45)

    Hallo Dan :-)
    Herzlichen Dank für deinen Kommentar, leider hat's ein bisschen gedauert, bis ich Zeit fürs Antworten gefunden habe! Es freut mich sehr, dass du hier ab und zu vorbeischaust. Hoffentlich nützen dir die Infos und Erfahrungen, wenn du selbst einmal ein solches Projekt in Angriff nehmen möchtest.
    Warum keinen Pelletofen einbauen: Ich bin deiner Meinung, eigentlich sind die Pelletöfen voll praktisch, da sie wie gesagt besser gesteuert und auf einfache Art und Weise zuverlässig beheizt werden können. Der einzige Grund, weshalb ich mich dagegen entschieden habe, ist der relativ hohe Anschaffungspreis. Da die Pelletöfen eben technisch ausgefeilt sind, sind sie teurer als ein Holzofen und ich habe nicht allzu viel Geld zu Verfügung. Hätte ich mehr Erspartes, würde ich vermutlich einen Pelletofen wählen. Aber das kommt im Moment nicht in Frage. Hoffe, das beantwortet deine Frage!
    Das Baumhaus in Le Locle klingt super! Vielleicht geh ich da mal hin :-D
    Liebe Grüsse und alles Gute,
    Fiona

  • #5

    Mira (Dienstag, 12 September 2017 15:00)

    Ich muss mir auch einen Ofen für diesen Winter kaufen, sonst wirds kalt im Bauwagen (18m²)..
    ich denke ein Ofen mit Wärmespeicherung ist gerade für die Nacht wichtig!

  • #6

    Fiona (Mittwoch, 13 September 2017 11:45)

    Hoi Mira :-)
    Cool, du wohnst also auch in einem Wagen? Hast du ihn neu, dass du noch keinen Ofen drin hast?
    Ja, ich denke auch, es wäre ratsam, im Winter einen Ofen im Wagen zu haben :D Viel Erfolg bei der Suche und Auswahl des Öfelis!
    Wärmespeicherung wäre ideal, aber das bedeutet in der Regel, dass man einen relativ grossen, schweren Ofen anschaffen muss. Das Gewicht ist dabei nicht das grösste Problem (den Ofen kann man für die Fahrt ja abmontieren), sondern die Wärmestrahlung des Ofens. Ein grösserer Ofen strahlt mehr Wärme ab, das wiederum bedeutet, dass die Mindestabstände zu brennbaren Materialien grösser werden und man für den Ofen mehr Platz braucht. Bei mir wars ein Abwägen und ich habe mich schliesslich gegen viel Speicher entschieden, dafür für ein schlankes kleines Öfeli (Hamlet Hardy 4), der sich gefahrlos in eine relativ kleine Ecke stellen lässt und nicht so viel Platz einnimmt. Um die Wärme im Haus zu halten, setze ich auf meine 80mm- oder 100mm-Dämmung rund ums Häuschen. :-)
    Liebe Grüsse,
    Fiona

  • #7

    Alex Bruggmann (Montag, 22 Januar 2018 19:25)

    Hallo Fiona

    Bin auch gerade auf Ofen-Recherche und habe noch folgendes Exemplar entdeckt, leider in den USA, frage aber einmal nach, ob diese allenfalls in die Schweiz liefern: https://www.tinywoodstove.com/product/small-stove-the-dwarf-3kw-lite/

    3kW, 25kg leicht (wenn ich das richtig umgerechnet habe) und mit externer Luftzufuhr.

  • #8

    Sebastian (Mittwoch, 07 Februar 2018)

    Hi,

    der Ofen von Bauwagen on Tour ist der gleiche wie der Pluto von Globefire. Die Maße welche auf der Bauwagen on Tour Seite angegeben sind beziehen sich in der Tiefe auch auf den Anschluß des Ofenrohrs und den kleinen Vorsprung an der Vorderseit des Ofens unterhalb der Ofentür. Das eigentliche Maß für die Tiefe des Ofens, an welchen sich meiner Meinung nach auch die Abstände messen lassen sollten ist 36 cm. Das ist dann gefühlt und tatsächlich doch etwas ganz anderes als 48 cm.

    Hat hier jemand das mit dem Loch im Boden für die Zuluft ausprobiert?

    Gruß!

    Sebastian

  • #9

    Robin (Donnerstag, 08 Februar 2018 21:50)

    Hallo an alle Diskutierenden
    bin grad neu auf den Blog und eure Diskusion gestossen.

    Ich habe einen Pluto von Globefire in meinem Tiny House im Einsatz. Er Brennt sehr schön und heizt gut. Meine Erfahrungen: Die Flansch` s für Rauchgas und Frischluftzufuhr sind aufgeschraubte Gussteile. Das Montieren von Rohren find ich damit eher mühsam und wakelig, weil die Flansch s konisch sind. Zudem zwingen einem die Flansch s das Ofenrohr drüber zu stülpen und nicht rein. Bei mir läuft immer Kondenswasser (so wie Pech) den Kamin runter (Innendran). Das ist dann über den Ofen gelaufen. Hab das schon umgebaut. Ich sehe, dass der Hamlet Hardy 4 genau den gleichen Flansch hat. Ich hab keine Ahnung wie die sich das denken, vielleicht bin ich auch zu blöd, aber für mich ist es bizli schrott. Persönlich würde ich kein Gussofen mehr wählen, weil man da auch nichts schweissen und basteln kann.
    Das Problem mit den Temperaturschwankungen habe ich auch ein bisschen. Während dem Heizen zu Heiss und am morgen eher kühl. Is bei mir aber nicht extrem, weil fette Isolation. 80mm Gutex.

    Wenn ich genug Nutzlast hätte würd ich mein Pluto mit Schamott einmauern. @Fiona. Ich würde nicht ein grossen Ofen nehmen, sondern einen kleinen ummauern, so hast du nicht mehr, sondern weniger Hitzeabstrahlung.

    Sory ist bisschen lang ausgefallen :-)

  • #10

    Romy (Dienstag, 13 Februar 2018 18:27)

    @ Fiona - erstmals toller Blog und noch tollers Projekt... habe selber mal eine Schreinerlehre gemacht und dachte erst: coole Idee mein eigenes Tiny Haus zu bauen, aber dafür habe ich zuwenig Ahnung. Und nun sehe ich Dein Projekt und ziehe den Hut vor dier wie du das alles machst... und merke das ich es sicher auch könnte - danke das du mir das aufgezeigt hast...

    nun zu Ofen - denke du hast dich mittlerweilen entschieden... ansonsten fand ich auf einem Blog noch dieses Model: http://www.windysmithy.co.uk/files/windysmithy/infosheets/Wendy%202017%20INFO.pdf der erbauer von https://www.black-forest-tiny-house.com/support/ hat diesen verbaut und scheint zufrieden zu sein - und der ist relativ leicht... und die Kochplate darauf ist ja äusserst sympatisch... so kannst du im Winter noch easy Popcorn machen:-)

    und der hier ist echt toll... aber nur für kleine Holzstücke... aber Pellets müssten ergänzend gehen so wie von Dan als Tipp erwähnt... Peletts haben wirklich eine super heizleistung also könnten unterm Strich praktischer sein als Holz oder zumindest ergänzend angewendet werden...

    @Alex - wenn du weist ob der auch in die CH geliefert wird - bitte teilen der gefällt mir auch super noch besser als der Wendy...

    Liebe Grüsse
    Romy

  • #11

    romy (Dienstag, 13 Februar 2018)

    sorry den letzten Link vergessen: https://cubicminiwoodstoves.com/

  • #12

    Fiona (Mittwoch, 21 Februar 2018 14:12)

    Hallo alle miteinander :-)

    Freue mich sehr, dass sich hier so viele melden. Danke für eure Beiträge, Ideen und Anregungen.
    Für alle, die sich interessieren, für welchen Ofen ich mich schlussendlich entschieden habe: Für den Hamlet Hardy 4 von toplicht.de. Leider konnte ich ihn immer noch nicht anschliessen und testen, aber sobald das passiert, gibt's hier auf dem Blog mehr Infos.

    @Sebastian: Das mit dem Loch im Boden habe ich schon gesehen und es funktioniert anscheinend super. Ich habe auch schon ein Loch in der Wand hinter dem Ofen gesehen und das funkioniert ebenfalls.

    @Robin: Danke für die Anregung. Ich habe ja einen kleinen Ofen genommen. Aber der strahlt wohl ziemlich viel Hitze ab. Mal sehen!

    @Romy: Ich danke dir vielmals für deine anerkennenden Worte und bin froh, dich ermutigt und inspiriert zu haben. Natürlich kannst du das. :D Popcorn im Winter wär cool, haha!

    Liebe Grüsse und viel Erfolg bei euren Projekten,
    Fiona

  • #13

    Axel schmitz (Montag, 30 April 2018 20:40)

    Hallo
    Erst mal ein grosses Lob an deine Recherche.
    Du hast schon einige Punkte richtig erkannt.
    Ich entwickle gerade einen prototyp der für dich passen wird
    Das gerät bekommt ce kennzeichnung und auch die vkf zertifikation fr die Schweiz
    Schau mal rein bei firetube.de
    Das ist das was bis her von mir entwickelt wurde
    Melde dich einfach bei mir und ich stelle dir das Konzept vor
    Lg Axel Schmitz von firetube

  • #14

    Fiona (Montag, 30 April 2018 21:06)

    Hallo Axel

    Besten Dank für deinen Input. Bin sicher, das interessiert einige hier, die sich noch nicht für einen Ofen entscheiden konnten. :-)

    Liebe Grüsse,
    Fiona

  • #15

    Mike (Sonntag, 07 Oktober 2018 22:22)

    Hallo Fiona,

    Vielen Dank für den tollen Vergleich! Konntest du Deinen Hamlet in der Zwischenzeit anschließen und testen? Wir stehen kurz vor einem Ofenkauf und liebäugeln ebenso mit dem Hamlet Hardy 4.

    Liebe Grüße,
    Mike

  • #16

    Fiona (Dienstag, 09 Oktober 2018 17:38)

    Hallo Mike

    Leider hab ich den Ofen noch nicht angeschlossen, diesen Winter sollte es aber so weit sein. Dann kann ich mal einen kurzen Erfahrungsbericht hochladen. :-)
    Oder ihr schliesst ihn noch vor mir an und schickt mir eure Erfahrungen? ;-)

    Liebe Grüsse,
    Fiona

  • #17

    Marco (Freitag, 12 Oktober 2018 10:40)

    Hallo Fiona,

    was hast du denn für Rohre für den Hamlet Hardy 4 genommen ?
    120 mm Durchmesser ? Habe mir den auch bestellt.

    Gruß

  • #18

    Fiona (Freitag, 12 Oktober 2018 11:22)

    Hallo Marco

    Ja genau, alles 120mm Durchmesser. :-)
    Das unterste Rohr gleich über dem Ofen 'stülpt' man sozusagen einfach über den Anschluss am Ofen. Könnte natürlich mal zu Problemen führen, wenn irgendwie Flüssigkeit im Ofenrohr nach unten läuft und dann beim untersten Rohrstück ausläuft. Aber laut den Profis sollte das i.d.R. kein Problem sein. Gebe dann gerne einen Erfahrungsbericht diesen Winter.

    LG Fiona