Innenausbau: Grosse Fortschritte

Innenausbau: Grosse Fortschritte

Lange ist das letzte Update her! Tatsächlich konnte ich in den letzten Monaten - Corona sei Dank - die gewonnene Zeit nutzen und viele Fortschritte machen am Tiny House. Ich denke, man kann mit gutem Gewissen sagen, dass sich das Projekt nun allmählich auf der Zielgerade befindet. Der Innenausbau schreitet voran, in Zukunft folgen v.a. noch Schritte, für die ich die Hilfe von Profis brauche. Gleichzeitig habe ich einen neuen Job angenommen, weshalb ich hier in den nächsten Monaten wohl nicht viel Neues vermelden werde. Seid aber unbesorgt, das Projekt lebt weiter und dem Tiny House geht es wunderbar! ;-)


Hier ein Überblick über alle Bauschritte, die ich in letzter Zeit angefangen oder vollendet habe:

Tisch

Endlich ein Tisch! Es war suuupertoll, als ich den endlich gebaut hatte. Man unterschätzt, wie praktisch und gemütlich ein Tisch ist. Da kann ich seit einigen Monaten bequem meine Recherche-Arbeiten machen oder meinen Zmittag essen.

Badwände

Das Tiny bekam nach der Loft seinen zweiten "abgetrennten" Raum!

WC geliefert, aber noch nicht eingebaut

Separett Villa 9010. Ist natürlich masslos überteuert (fast 1000 CHF!!), aber macht einen bequemen Eindruck und v.a. schrecken zurückhaltende Besucher/innen bei der "üblichen" WC-Optik nicht davor zurück, das Ding auch mal zu benutzen. Und ich musste nicht noch mehr selber bauen. Das war's wert...

Sitzecke / Stauraum

Lueg wie gmüetlich!! Die Sitzecke ist mein Lieblingsort im Tiny.

Neu auch mit Stauraum obendran.

Regal für Kühlschrank + Waschmaschine

Das erste Regal, das ich je gebaut habe. Mit meiner jetzigen Möbelbau-Erfahrung würde ich das Ganze schon wieder anders bauen, aber Hauptsache ist: Es hält und der Kühlschrank fühlt sich wohl. ;-)

Die Waschmaschine habe ich noch nicht. Das Regal ist aber so bemessen, dass eine Waschmaschine reinpasst.

Schrank für Kleider + Anderes

Es hat viel Spass gemacht, den Schrank zu bauen! :-D Er dient auch als Raumteiler und macht das Wohnzimmer zu einem "Zimmer". Weiss nicht, ob man das auf den Fotos sieht.

Die Schranktüren fehlen noch. Sie sind zwar zugesägt, aber noch nicht gestrichen. Und die passenden Befestigungstools habe ich auch noch nicht gefunden.

Weisse PVC-Leisten

Diesen Arbeitsschritt konnte ich leider noch nicht ganz beenden - es fehlen noch ein paar Abdeckleisten. Aber die kommen noch ;-)

Ach, übrigens habe ich ein neues Lieblingswerkzeug: Die Nagelpistole! Für viele Innenausbau-Arbeiten eignet sich die Nagelpistole besser als das ewige Geschraube. Deshalb habe ich in eine Nagelpistole und sogar einen eigenen kleinen Kompressor investiert. An denen habe ich jetzt noch meine helle Freude. xD (PS: Die Nagelpistole in den Fotos hier ist nicht die, die ich gekauft habe; zunächst hatte ich noch eine ausgeliehen.)

Küche

Sehr stolz bin ich auf meine neue, selbstgebaute Küche. Ich wusste, dass ich mittlerweile Balken zusammenschrauben kann, aber ob ich die Millimeterarbeit hinkriege, die für guten Möbelbau notwendig ist? Stellt sich heraus, dass ich das mittlerweile auch kann. :-P Die Küche ist sicher kein Design-Kunstwerk. Aber sie ist solide und sogar die Schubladen laufen. Darüber bin ich echt superglücklich! Die viele Arbeit hat sich gelohnt!

Die Küche sollte so werden, dass ich möglichst viele Teile davon für den Transport des Tiny Houses rausnehmen kann, um Gewicht zu sparen. Deshalb habe ich mit den äusseren beiden Möbelstücken angefangen, die fix sein werden, da dort Backofen und Brüneli angeschlossen sind. Die zwei mittleren Schubladenmöbel mussten jedoch mobil sein, daher der modulare Aufbau. Für die Schubladenanordnung habe ich mich an Vorratsgläser gehalten, die ich privat viel nutze. Später soll das Tiny House für eine Zero-Waste-Küche ausgelegt sein, deshalb habe ich alles so bemessen, dass möglichst viele Vorratsgläser aufrecht drin Platz haben. Cool, oder?! ;-)

Der Herd ist noch nicht angeschlossen und das Brüneli auch noch nicht fix, aber gut aussehen tut es schon mal. Die Schubladen können später noch mit schönen Fronten ausgestattet werden - im Moment zählt v.a., dass Dinge sicher drin verstaut werden können. Die Ästhetik verfeinern kann ich später!

Gasinstallation

Hach, die Gasinstallation... Endlich ist da auch mal ein Teil gemacht; dummerweise stehen nach wie vor ein paar offene Fragen im Raum.

 

Für die Gasinstallation konnte ich mit einem Profi von der Winterthurer Firma "Selzam" zusammenarbeiten. Dieser verlegte die Gasleitungen in die Küche (Herd + Backofen) und zum Kühlschrank. Ausserdem baute er aussen am Tiny House einen separaten Gasschrank auf, wo die Gasflaschen dereinst drinstehen werden. Ich habe mich dafür entschieden, die Gasflaschen nicht wie geplant in den Technik-Schopf zu stellen, sondern separat auszulagern. Das bietet nicht nur mehr Platz im Technik-Schopf; v.a. habe ich erst an diesem Tag erfahren, dass Gasflaschen nicht direkt neben dem Elektrokasten stehen dürfen - hahaha. :'D Beim Gas habe ich echt ein paar Dinge zu wenig recherchiert im Vornhinein, aber naja ... alles kann man eben nicht perfekt voraussagen als Neuling. Deshalb der gesonderte Gasschrank. Vom Gasschrank führt ein Schlauch in den Technikschopf und von dort hinein ins Tiny House (zunächst ins Badezimmer, von da aus zu den Geräten). Wenn das Tiny House umzieht, kann man den Schlauch im Gasschrank von den Flaschen abhängen (und der Gasschrank lässt sich nur mit einem Schlüssel öffnen), den Schlauch in den Technikschopf ziehen und losfahren. Würde ich so also auch weiterempfehlen!

 

Was hingegen ein grosser Schock war - und da möchte ich gerne alle vorwarnen: Die Lüftungen für die Gasgeräte, die die Abluft nach aussen abtransportieren, sind viel grösser und breiter, als ich gedacht hatte (zumindest die, die besagte Firma mir mitgebracht hat). In der Regel macht man nämlich für die Lüftungen einen passgenauen Schacht (= ein rechteckiges Loch) in die Wand und pappt von aussen und von innen einen Teil der Lüftung in den Schacht, sodass dort die verbrauchte Luft nach draussen wandern kann. Mit Lüftungen hatte ich gerechnet, allerdings nicht mit so Monster-Dingern. Ich weiss es gerade nicht auswendig, aber die sind ugf. 48cm breit und 20cm hoch!! Das passt gerade noch knapp zwischen meine Holzständer in der Wand. Das wahre Problem ist jedoch, dass die Lüftungen sich ja genau hinter den Gasgeräten befinden müssen - also dort genau zwischen zwei Holzständer in der Wand passen müssen. Und da ich dieses Thema klar zu wenig recherchiert hatte, konnte ich nur auf mein Glück zählen, dass dies der Fall war. Und: Ich hatte sogar fast Glück. Die Holzständer in der Wand passen eigentlich perfekt, sodass die Lüftungen direkt hinter den Standorten der Gasgeräte positioniert werden könnten (siehe letztes Foto in der folgenden Foto-Reihe).

 

Nur blöd, dass z.B. hinter dem Backofen auch noch Elektroleitungen den Holzständern entlang hochkommen. Das sehe ich zum Glück auf den Fotos, die ich bei der Elektroinstallation gemacht habe. Und diese Elektroleitungen nehmen mir jetzt genau die 1-2cm weg, die ich zwischen den Holzständern hinter dem Backofen bräuchte, um die Lüftungen einzubauen. Wären die Lüftungen ein bisschen weniger monströs, wäre alles kein Problem gewesen. Doch auch beim Kühlschrank stelle ich mir nun (natürlich etwas spät, da schlecht recherchiert) die Frage, ob ich die Lüftungen nicht lieber weglassen und meine Fassade ganz lassen will. Denn man stelle sich natürlich vor, dass so grosse Lüftungen auf der Aussenseite des Hauses auch einen ästhetischen Einfluss haben. Auf gut Deutsch: Die Lüftungen würden die Fassade verunstalten und ziemlich hässlich aussehen.

 

Ich gebe zu - da war ich schlecht vorbereitet. Lernt also aus meinen Fehlern und fragt vorher nach, wie gross die Lüftungen sind. Und plant eure Geräte an Standorten, wo die Lüftungen dahinter auch wirklich Platz in den Wänden haben. ODER: Findet irgendwo kleinere Lüftungen - keine Ahnung, ob's so was gibt.

 

So stehe ich jetzt vor dem Dilemma: Soll ich den kleinen Gas-Backofen einfach wieder verkaufen und einen elektrischen einbauen? Steckdosen hätte ich genug hinter der Küche. Damit würde ich mir das Gebastel mit der Lüftung ersparen, würde aber die nagelneue Gasleitung unbenutzt lassen. Und soll ich den Kühlschrank nicht auch lieber auf Strom laufen lassen? Zum Glück ist es ein Kühlschrank, der beides kann! So würde ich mir ebenfalls das Gewurstel mit den Lüftungen ersparen und meine schöne Front-Fassade intakt lassen. Hmmm...

Naja - der zweite Teil der Gasinstallation steht ohnehin noch an, bis dahin kann ich mich entscheiden. Wir müssen nämlich noch den Durchlauferhitzer im Schopf anhängen sowie sicher den Gasherd anschliessen. Der Gasherd bleibt nämlich! :-D

Fensterrahmen angefangen

Da muss ich noch ein bisschen experimentieren, bis ich herausgefunden habe, wie ich die Fensterrahmen möglichst effizient befestige. Deshalb habe ich es auch erst an einem Fenster ausprobiert. Auf den Fotos fehlen noch die breiteren Latten, die dann auf die darunterliegenden dünnen Latten und auf den Fenstern aufliegend genagelt werden (mit Nagelpistole, meinem neuen Lieblingswerkzeug). Darüber berichte später. ;-)

Elektro

Mein erster Elektriker, der im Winter 2018/2019 den ersten Teil der Elektroinstallation vorgenommen hatte, ist leider seit Ende 2019 spurlos verschwunden und lässt sich weder schriftlich noch telefonisch erreichen. Das ist zwar unglaublich, aber wahr. So sah ich mich gezwungen, nach einer neuen Fachperson Ausschau zu halten, und habe jetzt das grosse Glück, mit einem fachkundigen und motivierten Mitstudenten (ehemaliger Elektriker) den Rest der Elektro anzugehen. Der erste weitere Schritt ist bereits gemacht: Der Elektro-Kasten im Technik-Schopf ist ready! Jetzt muss ich mich dann irgendwann mal um Lampen kümmern, und mein Kollege wird die Steckdosen im Tiny House installieren. Wir nähern uns also auch da der Ziellinie!

Technikschopf endlich eingekleidet

Nachdem ich immer wieder Wespennester im offenen Schopf hatte und gelegentlich technische Arbeiten im Schopf anstanden, wurde es jetzt höchste Zeit, dass der Schopf endlich ein Kleid bekam! Mein Spengler des Vertrauens hat sich der Aufgabe angenommen. :-) Sieht super aus, finde ich. Jetzt müssen nur noch die Türen fix befestigt werden.

Sanitär-Installationen

Auch hier habe ich mittlerweile einen super Partner gefunden, der mir die Wasserleitungen und Abflüsse einbauen wird. Auch bei der Dusche und dem Brüneli im Bad brauche ich seine Hilfe. Da stehen aber noch ein paar Recherchen an, aber nächstes Jahr sind wir sicher auch so weit.

Mit Profis geht zum Glück alles viel schneller! :D

Ausblick

So, nach diesem umfassenden Update stellt sich die Frage: Wie weiter?

Wie eingangs erwähnt, habe ich meine erste Stelle als Sekundarlehrerin angenommen, und werde nebenher das Masterstudium beenden. Von daher ist meine Aufmerksamkeit in der nächsten Zeit sicher bei der Arbeit und beim Studium. Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ich zwischendurch ein bisschen bauen kann (als Ausgleich *hüstel*) und hoffentlich nächstes Jahr ins Tiny House ziehen kann. Dazu aber später mehr, wenn die Bedingungen fertig abgeklärt sind. ;-) Ich besuche das Tiny House aber regelmässig, auch wenn ich noch nicht drin wohne. Es ist einfach ein schönes Gefühl, in den eigenen vier Wänden zu entspannen!

In diesem Sinne allen weiterhin alles Gute und viele liebe Grüsse :-)


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Kommentare: 2
  • #1

    Livia (Sonntag, 30 August 2020 22:36)

    Danke Fiona für das Update!! Gratulation zu all deinen Fortschritten! Clap clap :))

  • #2

    Fiona (Montag, 31 August 2020 20:02)

    Danke Livia :-))) <3